DogDance

Wie der Name bereits vermuten lässt, tanzen Mensch und Hund beim DogDance miteinander. Das Tanzen sieht natürlich anders aus, als beim Tanzen mit einem menschlichen Partner. Die Hunde lernen unterschiedliche Tricks und/oder verschiedene Fußpositionen (im Dogdance gibt es bis zu 18 Stück).

Diese werden dann zu einer individuellen Choreographie zusammengefügt, die sich an den Vorlieben und Fähigkeiten des Mensch-Hund-Teams orientiert. Feste Regeln, welche Tricks oder Positionen auf einem Turnier gezeigt werden müssen, gibt es nicht.

Jeder Mensch und jeder Hund – egal ob groß oder klein, jung oder alt, mit oder ohne Handicap – ist im DogDance willkommen und jedes Team kann mit seinem individuellem Können punkten.

 

Freestyle – Heelwork to music

Choreographie
Fun
Offizielle Klassen
Wertungskriterien

HTM
Stefanie Brix & Whisper

FREESTYLE
Franziska Düring & Josy


SENIOR FS

Britta Walterskötter & Hexe

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TRIO

Stefanie Brix & Shadow & Whisper

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QUARTETT

Heike Launer & Mika Katja Iffland & Minja

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Freestyle - Heelwork to music

Im DogDance gibt es zwei Kategorien Freestyle (FS) und Heelwork to music (HTM).

Im Freestyle liegt der Fokus meist auf dem Vorführen verschiedener Tricks, wobei diese immer passend zur Musik aufeinander abgestimmt werden und nicht einfach nur aneinander gereiht werden. Oft werden die Tricks mit Fußpositionen ergänzt. Es gibt in keine Klasse eine Vorgabe, welche Tricks gezeigt werden müssen, das bleibt jedem Team selbst überlassen. Im HTM muss mindestens 75% der Choreographie aus Fußpositionen bestehen. Es gibt auch hier keine Vorgabe, welche Positionen in welcher Klasse gezeigt werden müssen.

Die Graphik zeigt eine Übersicht aller möglichen Positionen nach der VDH PO (in internationalen POs sind es teilweise weniger Positionen). Jede Position kann in unterschiedlichen Bewegungsrichtungen gezeigt werden. Der Hund kann also vorwärts, rückwärts, seitlich Richtung Mensch, seitlich vom Mensch weg oder in kreisender Bewegung laufen.

Choreographie

Die Choreographie ist wohl das Wichtigste im DogDance. Jede Choreographie ist vollkommen individuell und einzigartig. Meist beginnt die eigene Choreographie mit der Auswahl der Musik. Die Musikrichtung ist hierbei vollkommen egal, man muss die Musik nur sehr oft (auch hintereinander) anhören können, da man das im Training definitiv machen wird. Daher gibt es eine sehr vielfältige Musikauswahl an DogDance Turnieren.

Wenn die Musik gefunden ist, muss als nächstes ein dazu passendes Konzept gefunden werden. Hier sind Fragen wie „Welche Emotionen wollen wir rüber bringen?“ oder „Welche Geschichte erzählen wir?“ ein guter Ansatz. Wählt man z.B. den Titelsong eines Films, ist das Konzept schnell und einfach gefunden, man muss die Geschichte aber auch gut erzählen. Entscheidet man sich für ein tänzerisches Lied, ist es oft schwieriger, ein gut erzählbares Konzept zu finden, die Interpretation ist dafür aber auch freier.

Ist das Konzept gefunden, geht es an den wohl schwierigsten Teil. Die gelernten Tricks und Fußpositionen und die eigenen Bewegungen müssen so kombiniert werden, dass Zuschauer/innen und Richter/innen das Konzept verstehen. Auch die Kleidungswahl trägt dazu bei, das Konzept zu erklären. Der Hund darf allerdings nicht verkleidet werden (ein Halstuch oder schönes Halsband ist erlaubt). Wenn die komplette Choreographie dann geplant ist, muss diese natürlich geübt werden. In Sequenzen und komplett, mit und ohne den Hund. Und höchstwahrscheinlich wird die Choreo dann nach den ersten Turnieren doch nochmal angepasst. Das ist aber völlig normal und bedeutet nicht, dass die Choreo schlecht war, optimieren kann man immer.

Fun Klassen

Den perfekten Einstieg in DogDance Turniere bieten die Fun Klassen. Hier darf und soll der Hund im Ring während des Tanzes nämlich mit Futter, Spiel und verbalem Lob belohnt werden. Auch für erfahrenere Teams sind diese Klassen sehr gut geeignet, z.B. um eine neue Choreographie auszuprobieren oder einfach mal wieder den Hund im Ring belohnen zu können. Nach dem Tanz erhält jeder Fun-Tänzer/jede Fun-Tänzerin ein mündliches und schriftliches Feedback der Richter/innen, das sich an den Bewertungskriterien der offiziellen Klassen orientiert.

KLASSEERKLÄRUNGMUSIKLÄNGE*
BeginnerFür den ersten Start1:30 -2:00 min
Senioren, HandicapFür Hund ab 8 Jahren bzw. mit Handicap1:30 – 2:30 min
OpenFür alle1:30 – 4:00 min
Gruppen, Trio, QuartettMehr als 1 Mensch und 1 Hund im Ring1:30 – 4:00 min

 


Offizielle Klassen

In den offiziellen Klassen treten die Teams gegeneinander an und werden nach verschiedenen Bewertungskriterien mit Punkten bewertet.

In den offiziellen Klassen darf der Mensch mit dem Hund reden, aber kein Futter oder Spielzeug mit in den Ring nehmen.

Um in den offiziellen Klassen starten zu dürfen, muss der Hund mindestens 15 Monate alt sein.

Hier gibt es folgende Klassen:

KLASSE 1 (FS UND HTM)

Der Einstieg in die offiziellen Klassen: Ein Mensch tanzt mit einem Hund. Freestyle- und HTM-Tänze werden getrennt voneinander bewertet.
Musiklänge: 1:30 – 2:30 min

KLASSE 2 (FS UND HTM)

Mit entsprechenden Ergebnissen in der Klasse 1 kann das Team in die jeweilige Klasse 2 aufsteigen.
Musiklänge: 2:15 – 3:15 min

KLASSE 3 (FS UND HTM)

Mit entsprechenden Ergebnissen in der Klasse 2 kann das Team in die höchste Klasse aufsteigen. Einmal in der Klasse 3, kann man an der VDH DM und Qualifikationen zu internationalen Meisterschaften (Crufts, FCI-WM, EOC) teilnehmen.
Musiklänge: 3:00 – 4:00 min

SENIOR UND HANDICAP (FS UND HTM)

In Senioren und Handicap dürfen alle Hunde-Senioren (ab 8 Jahren) oder Hunde mit Handicap starten. Die Hunde müssen nicht in dieser Klasse gemeldet werden, wenn der Hund allerdings einmal in dieser Klasse gestartet ist, darf er nicht mehr in den Klassen 1 – 3 starten (Freestyle und HTM werden hier getrennt betrachtet, also wäre z.B. FS Senior und HTM2 möglich).
Musiklänge: max. 2:30 min

JUGENDLICHE

In dieser Klasse können alle Menschen zwischen 6 und 17 Jahren mit ihrem Hund starten. Jugendliche dürfen auch in den anderen Klassen starten, werden dann aber nicht getrennt von den Erwachsenen bewertet.
Musiklänge: 1:30 – 2:30 min

TRIO

Ein Mensch tanzt gleichzeitig mit zwei Hunden.
Musiklänge: 2:00 – 3:00 min

QUARTETT

Zwei Menschen tanzen mit zwei Hunden.
Musiklänge: 2:00 – 3:00 min

GRUPPE

Mindestens drei Teams aus Mensch und Hund tanzen gemeinsam.
Musiklänge: 1:30 – 4:00 min

Wertungskriterien

Im DogDance wird anhand von 8 verschiedenen Kriterien bewertet. Diese werden in 2 Kategorien unterteilt – die artistische und technische Note. Je Kriterium können maximal 25 Punkte erzielt werden.

Artistische Note

TEAMWORK

Ausstrahlung Mensch, Ausstrahlung & Motivation Hund, Zusammenarbeit

DYNAMIK

Tänzerischer Ausdruck, rhytmische Variation /Akzente / Tempo, musikalische Interpretation

KONZEPT

Musikwahl, Idee, Umsetzung

CHOREOGRAPHIE

Aufbau & Struktur, Ringausnutzung / Balance, Positioniereung / Ausrichtung

Technische Note

FLUSS

Konstanz, Timing, Übergänge

AUSFÜHRUNG

Signalgebung, Reaktion auf Signale, Ausführung

INHALT

Elemente (bei HTM Fußpositionen) & Kombinationen, Balance der Tricks und Bewegungen, Variationen

SCHWIERIGKEITSGRAD

Elemente, Kombinationen, Interaktion / Signalgebung