Flyball...


 

...ist ein Mannschaftssport für Hunde und kommt ursprünglich aus Kalifornien.

Entstanden ist es in den 70er Jahren als Beschäftigung für den Hund. Anfangs war es eine Ballwurfmaschine, die einen Ball herausschleuderte, sobald der Hund die Ballbox betätigte. Aus dieser Idee entstand ein Sport, den man heute gerne als die Formel 1 im Hundesport bezeichnet. Eingeführt über Großbritannien und Belgien ist Flyball mittlerweile in ganz Europa verbreitet.

Es ist vergleichbar mit einem Staffellauf, bei dem der Hund auf dem Hin- und Rückweg vier Hürden überspringt und einen Ball aus einer Ballbox apportiert. Der nächste Hund startet, wenn der Vorgängerhund die Start-/Ziellinie überquert hat. Dabei ist es wichtig, die Wechsel zwischen den Hunden möglichst eng zu gestalten, um wenig Zeit wie zu verlieren.

Beim Flyball kann jeder gesunde Hund gleich welcher Rasse und Größe mitmachen,
wichtig ist die Sozialverträglichkeit und der Spaß am Apportieren von Bällen.

Die Priorität bei diesem Sport sollte auf einer gründlichen und gelenkschonenden Ausbildung der Schwimmerwende auf der Box liegen, damit Hund und Besitzer sehr lange Freude am daran haben können.

Flyball ist schnell, manchmal laut und ein tierisch mitreißender Hundesport. 

In Bayern ist Flyball noch nicht so bekannt wie in den restlichen Bundesländern, aber dennoch gibt es inzwischen einige Vereine, die regelmäßig Turniere veranstalten.

Im Turniergeschehen sieht es folgendermaßen aus:

Für den Aufbau eines Flyballparcours sowie den Ablauf eines Turnieres gibt es ein einheitliches VDH-Flyballreglement. In den einzelnen Bundesländern wird dieses meist noch um zusätzliche Cup-Regeln ergänzt.

Gestartet wird auf zwei Bahnen mit je 4 Sprunghindernissen und einer von den Teams selbst mitgebrachten Ballbox.  Die Sprunghöhe richtet sich hierbei nach dem jeweils kleinsten Hund des Teams und kann zwischen 17,5 und 35 cm variieren (2,5 cm Schritten). Die Laufzeiten der Teams werden mit einer elektronischen Zeitmessanlage (EJS) samt Ampelanlage für Start und Fehlerwertung gemessen. Hierzu werden neben dem Hauptschiedsrichter auch pro Bahn 2 Linienrichter und ein Boxenrichter benötigt.

Die Mannschaften werden in verschiedene Leistungsklassen (Divisionen) je nach ihrer Laufgeschwindigkeit eingeteilt, damit es zu einem fairen Wettkampf kommen kann.
Pro Division werden mindestens 4 Mannschaften benötigt.

Ein startendes Team besteht aus den 4 Startern mit je einem Hund, einem Boxenloader und 2 Helfern, sowie im Idealfall 2 Wechselhunden. Jedes Team bringt seine eigene Ballbox und die eigenen Bälle mit, da es bei diesen verschiedene Ausführungen gibt.

Das schnellste und fehlerfreie Team gewinnt. Passiert ein Fehler (z.B. ein Wechselfehler, der Hund verliert den Ball, eine oder mehrere Hürden werden nicht übersprungen, Frühstart, etc.), muss der Hund die Bahn noch einmal fehlerfrei absolvieren.

Inzwischen gibt es eine deutsche Flyball-Meisterschaft, die für alle flyballspielenden Gruppen zugänglich ist und eine VDH deutsche Flyball-Meisterschaft nur für VDH Mannschaften mit bestimmten Qualifikationsvoraussetzungen. Diese beiden Veranstaltungen finden im Zwei-Jahres-Wechsel statt.
Jährlich findet eine Europameisterschaft statt, bei der sich Mannschaften aus ganz Europa messen.
2018 gibt es erstmals eine Weltmeisterschaft im Flyball.

Flyball Video