Der BLV bedankt sich bei Herrn Greil vom VdH Lauf für die tollen Bilder aus der Vergangenheit des Hundesports, die er dem BLV zur Verfügung gestellt hat.
Mit diesen Bildern konnte die Chronik wieder lebendig gestaltet werden, vielen Dank.
 
Der BLV ist zusammen mit anderen Hundesportvereinen dem dhv (Deutscher Hundesportverband) unterstellt.
Über dem dhv steht der oberste Dachverband Deutschlands, der VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen).
 

Bankverbindung: Konto Nr. 228907 - BLZ 750 900 00 VR Bank Regensburg

 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Hundesport und dafür nötige Vereine noch anders sortiert als heute. Die Vielfalt der heutigen Möglichkeiten gab es nicht, Schutzdienst stand für das, wozu der Hund ausgebildet werden sollte. Der damals bestehende "Bayerischen Landesverband für Polizei und Schutzhundevereine" wurde 1945 unter Zwängen aufgelöst. Doch nur drei Jahre später, am 28.12.1948, trafen sich auf Initiative des Hundesportlers Ruffertshöfer Vertreter der Vereine PSV Nürnberg Nord-West, PSV Lauf an der Pegnitz und des Dressurvereins Fürth, um den Verband wieder ins Leben zu rufen.

Laut Beschluss der Anwesenden wurde an diesem Tag der "Bayerische Landesverband für Polizei- und Schutzhundevereine, Sitz Nürnberg (BLV) e.V.“ neu gegründet.

Zweck und Zielsetzung des Verbandes aus dieser Zeit:

"Zusammenschluss der in Bayern bestehenden Polizei-, Schutz- und Gebrauchshundevereine, mit dem Ziel der Förderung einer einheitlichen Ausbildung und Abrichtung sämtlicher Schutz- und Gebrauchshunderassen. Oberster Grundsatz ist dabei die Wahrung der Selbständigkeit der angeschlossenen Vereine."

Am 30. Januar 1949 fand der erste Verbandstag des BLV statt, drei weitere Vereine traten als Gründungsmitglieder dem BLV bei: Verein der Hundefreunde Bayreuth, PSV Nürnberg 1912 und PSV Starnberg

Die erste BLV-Vorstandschaft setzte sich folgendermaßen zusammen:

< Leistungsrichter Arndt Selb

 

 

Vorsitzender: Otto Poltersdorf
Geschäftsführender Vorsitzender: Johann Heinrichmaier
2. Vorsitzender: Lothar Schmöger
Schriftführer: Otto Degen
Schatzmeister: Jean Leitner
LRO: Otto Poltersdorf
LBF: Otto Degen

 

 

 

 

Bereits im April 1949 entstanden aus der Vereinigung des BLV mit den Landesverbänden Hessen und Würtemberg/Baden die Süddeutschen Gebrauchshundeverbände e.V. mit Sitz in Stuttgart (VSGV).

Die erste Bayerische Meisterschaft wurde am 15./16. September 1951 beim VdH Bayreuth ausgetragen, gewonnen hat sie Lothar Schmöger. Die erste VSGV-Siegerprüfung konnte Josef Weitlauer aus München für sich entscheiden. 1953 veranstalteten DVG und VSGV ihre erste gemeinsame Bundessiegerprüfung in Reutlingen, den Titel durfte Josef Wenzel aus München mit nach Hause nehmen. Im Jahr 1954 wurde der Verband eingetragen. Der VDH als oberster Dachverband in Deutschland veranstaltete im Oktober 1954 seine erste Bundessiegerprüfung in Düsseldorf, und erneut konnte ein Bayer den Wettkampf für sich entscheiden, Rudolf Kleinwächter aus Nürnberg nahm die Ehrung entgegen. 1954 wurden im BLV bereits 84 Prüfungen mit 505 Hunden abgehalten.

1956 wurden die Vereine des Verbandes aus organisatorischen Gründen in sieben Kreisgruppen aufgeteilt und das Amt des Pressewarts entstand. Im Juli erschien die erste Ausgabe des monatlichen BLV-Mitteilungsblattes, das 20 Pfennige kostete. 1958, dem Jahr des 10-jährigen Bestehens, überschritt der BLV erstmals die Grenze von 2.000 Mitgliedern. Auch erstmals gab es im BLV ein Pfingstjugendlager und auch die ersten Ehrungen konnten ausgesprochen werden, z.B. an Otto Poltersdorf, Lothar Schmöger, denen noch viele folgten. 1967 wurde Gustav Schulz zum neuen Vorsitzenden des BLV gewählt. Am 09.06.1972 verstirbt Otto Poltersdorf im Alter von 82 Jahren. An der Bayerischen Meisterschaft dieses Jahres nehmen zum ersten Mal 30 Hunde teil. Die VLDG-Siegerprüfung fand beim SCDS München-West statt. Der Berliner Verein Kladow trat dem BLV bei und führte die Kreisausscheidung der KG VII durch. Die KG VII wurde 1973 in die KG VII und die KG IX geteilt. 1974 wurde beim VdH Kempten eine Vereinsprüfung mit Teilnehmerrekord (61 Hundeführer) an zehn Tagen durchgeführt.

 

Vereinsprüfung Regensburg-Ost

 

 

BM 1971 in Schweinfurt 

 

 

1976 fand am 16./17.10. die erste gemeinsame Deutsche Meisterschaft von VLDG und DVG in Bad Vilbel statt. Am 21. 05.1977 wurde in Marburg der Deutsche Hundesportverband (dhv) gegründet. 1980 hat der PSV Oberstdorf die Deutsche Meisterschaft ausgerichtet. 1982 fand in Regensburg zum ersten Mal auch eine Bayerische Jugend Meisterschaft statt.1984 wurde Ernst Meidinger neuer Präsident des BLV gewählt. Die erste BM für Fährtenhunde wurde durchgeführt. 1986 fand die DM/SchH in Dachau statt. 1987 wird erstmals eine BM/THS durchgeführt. Im Laufe der folgenden Jahre wurden die Ausbilderschulungen durch verschiedene Maßnahmen forciert. Das erste deutsche Reglement für die neue Hundesportart Agility stammt aus dem Jahr 1991, ein hellblaues DIN A5-Heft. Das erste offizielle Agility-Turnier in Bayern fand 1995 in Dachau seinen Einzug. 1996 wurde Heinz Uebler Präsident des BLV und in Königsbrunn fand die 2. DM/FH statt. Die erste inoffizielle BM-Agility wurde 1998 in Eichenau anlässlich des 50-jährigen Bestehens des BLV abgehalten. Auf dem Verbandstag 1999 wurde Wolfgang Bleil als Vizepräsident gewählt. Im Jahr 2000 organisieren die HF Dachau die erste offizielle BM-Agility. Der amtierende Präsident Heinz Uebler trat am 3. April 2001 zurück, seine Ämter übernahm der Vizepräsident Wolfgang Bleil, der beim Verbandstag am 10. März 2002 zum Präsidenten gewählt wurde. Die erste PO Obedience trat 2002 in Kraft, das erste BLV Obedience Turnier richtete Canifit am 19. und 20. Oktober 2002 aus. Damals schon wurde Ton Hoffmann aus Holland als Richter eingeladen, seine Frau Rita wurde als Ringsteward eingesetzt. Die erste BM Obedience fand im Juni 2005 beim HSV Nürnberg-Schwaig statt. Seit dem Jahr 2007 sind die bisherigen THS-Bewerter endlich auch als Leistungsrichter anerkannt, das Agility-Reglement ist im selben Jahr zur Prüfungsordnung herangewachsen. Am 30. März 2008 löste Georg Hofmann den Präsidenten Wolfgang Bleil nach einer aufregenden Wahl ab.

Zum 31. Dezember 2008 zählt der BLV 12.823 Mitglieder.

(Auszüge aus über 50 Jahren BLV)